Bundesweite Volksentscheide?

Bereich: Politik
gestartet: 24.08.2009 19:44 von tanafil
eines von chekovs lieblingsthemen. hier in "freitag" die debatte dazu.
always look on the bright side of life
hehe - alleine die beteiligung bei pro spricht für sich. die contra-fraktion will ja auch eher einschränkungen bei volksentscheiden als gar keine ...

Ja, Deutschland braucht bundesweite Volksentscheide. Nur noch 5% der Wähler glauben, mit ihrer Stimme die Politik deutlich beeinflussen zu können. Ein Armutszeugnis für die repräsentative Demokratie. Gleichzeitig zeigen alle Umfragen, es gibt keine Politikverdrossenheit sondern eine Parteienverdrossenheit. Die Menschen wollen sich politisch einbringen und mitentscheiden können - sie wollen das halt nicht nur ausschließlich über den Umweg Partei machen müssen.

Deswegen sollten auch in Deutschland die Bürger endlich die Möglichkeit haben, ihrer Stimme über faire bundeseite Volksentscheide direkt Gehör zu verschaffen. Damit die Abkehr von den verkrusteten Parteistrukturen nicht irgendwann in eine Abkehr von der Demokratie als solche endet!

100% ack
Der "Flow" wird dann erreicht, wenn sich die Anforderungen, die eine Situation stellt, und die eigenen Fähigkeiten im Gleichgewicht befinden, sodass man zu jedem Zeitpunkt das Gefühl von Kontrolle besitzt.
dann sollten aber auch in letzter konsequenz alle parteien abegschafft werden und eine Sonntags-Online-Volksentscheid-Regierung gegründet werden!
die wahlbeteiligung wird dann in den keller gehen und zum schluss entscheiden dann genauso viele/wenig wie jetzt auch über das land;)

volksentscheid ist einfach scheisse;)
wieso sollte man parteien abschaffen. es ist durchaus sinnvoll parteien zu haben, so wie es das grundgesetz in artikel 21 vorsieht:
"Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit."
das ist ihre aufgabe und nicht wie sie sich offenbar heute verstehen: die parteien sind der politische wille des volkes.

niemand will die parlamentarische demokratie abschaffen. ich will nur nicht, dass dinge, über den kopf des volkes, von leuten entschieden werden, die demokratisch nicht legitimiert sind.

parteien sind heute nichts anderes als zentralen der machterhaltung, die andererseits nicht in der lage sind, die probleme anzugehen.
gesundheitsfond vs. kopfpauschale ist doch das beste beispiel. was zum schluss dabei herausgekommen ist, ist der witz des jahrzehnts - gelöst hat es das problem nicht einmal im ansatz - es hat nur neue geschaffen.

warum sollten parteien nicht unterschiedliche konzepte ausarbeiten und die dem volk zur abstimmung vorgelegt werden? warum sollten die bürger nicht über EU-angelegenheiten (verfassung, beitrittskandidaten, etc.) abstimmen?

"... es gibt keine Politikverdrossenheit sondern eine Parteienverdrossenheit".
Der "Flow" wird dann erreicht, wenn sich die Anforderungen, die eine Situation stellt, und die eigenen Fähigkeiten im Gleichgewicht befinden, sodass man zu jedem Zeitpunkt das Gefühl von Kontrolle besitzt.
"Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit."
das ist ihre aufgabe und nicht wie sie sich offenbar heute verstehen: die parteien sind der politische wille des volkes.
das hast du schön gesagt
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